Mattia Preti (1613 -1699)

Mattia Preti war ein herausragender italienischer Künstler des Barock, der die zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts dominierte. Der künstlerische Beitrag von Mattia Preti zur St. John’s Konkathedrale ist bemerkenswert für seine Altarbilder und sein großes künstlerisches Werk mit Szenen aus dem Leben Johannes des Täufers auf dem Gewölbe der Kirche.
Preti wurde in Taverna, einer Stadt in Kalabrien, geboren und wurde oft Il Cavalier Calabrese (der kalabrische Ritter) genannt, nachdem er nach Malta kam und zum Ritter geschlagen wurde. Preti verbrachte die meiste Zeit seines Lebens in Malta. Er starb 1699 und wurde hier in St. John‘s begraben.

Um 1630 war Preti in Rom und seine frühe Lehre soll bei den Caravaggisti gewesen sein, was wohl sein lebenslanges Interesse am Caravaggio-Stil erklärt. Während seiner Zeit in Rom wurde er von zahlreichen Künstlern beeinflusst, und bewegte sich vom klassischen Stil des Guido Reni bis zum hochdramatischen Stil von Peter Paul Rubens. Zu seinen bedeutendsten Werken in Rom gehören die Freskenzyklen in der Kirche Sant’ Andrea della Valle. Zwischen 1644 und 1646 reiste Preti nach Venedig, und erhielt die Möglichkeit, die große Palette venezianischer Künstler wie Veronese zu entdecken.

Bis 1661 kehrte er gelegentlich nach Rom zurück und malte Fresken für verschiedene andere Kirchen. Preti zog dann noch einmal um und verbrachte die meiste Zeit von 1656 bis 1660 in Neapel. Hier wurde er von einigen der bedeutendsten zeitgenössischen neapolitanischen Künstlern und den großen “ex-voto” Freskenmalereien mit Motiven der Pest beeinflusst, die die Stadt heimgesucht hatte. Diese waren einst auf sieben Stadttore gemalt, sind aber im Laufe der Jahre verloren gegangen. Die Gemälde zeigten die Unbefleckte Empfängnis oder Heilige, die das Volk von der Pest befreiten. Zwei Skizzen befinden sich im Capodimonte-Museum in Neapel. Während seiner Zeit in Neapel wurde Preti von Großmeister Martin de Redin beauftragt, ein Bild des heiligen Franziskus Xavier für die Kapelle von Aragonien zu malen.

1659 kam Preti auf die Insel Malta, wahrscheinlich angelockt von der künstlerischen Schirmherrschaft der Ritter des Ordens. Der nachfolgende Großmeister Raphael Cotoner nahm das Angebot Pretis an, das gesamte Gewölbe der Kirche mit Szenen aus dem Leben von Johannes dem Täufer, dem Schutzheiligen des Ordens, zu verzieren. Daraufhin wurde Preti zum Ritter befördert. Zudem war er ein begnadeter Architekt und verantwortlich für den Entwurf der Sarria Kirche in Floriana.