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1. Eingang an der Republic Street

Besucher betreten die Kirche und das Museum durch diesen Eingang an Vallettas Hauptstraße, der Republic Street. Hier befinden sich die Kasse und Mitarbeiter, die Ihnen weiterhelfen können.

2. Die Kapelle der anglo-bayerischen Zunge

Die Kapelle der anglo-bayerischen Zunge war ursprünglich ein Schrein, in dem der Orden seine heiligen Reliquien bewahrte. Die Reliquien wurden aufgrund der hohen Feuchtigkeit in dieser Kapelle in die Sakristei umgesetzt. Das Altarbild stellt den heiligen Karl Borromäus, Kardial Erzbischof von Mailand und anerkannter Reformator des katholischen Glaubens dar, wie er der Jungfrau Maria vorgestellt wird.

Die Ausschmückung der Kapelle begann in den frühen Jahren des 17. Jahrhunderts durch Fra Raymundo de Vere, Landvogt von Mallorca, der der Kapelle Gelder in seinem Testament von 1598 vermachte. Der Fries trägt eine Inschrift mit seiner Spende und sein Wappen wurde über dem Gesims angebracht. Das Portal aus Bronze an der Marmorbalustrade gehörte einmal zur Kapelle von Philermos. Es wurde in diese Kapelle gebracht, als an ihrer statt ein Silberportal installiert wurde.

Der Altaraufsatz wurde speziell für zwei seltene Kassetten mit den Reliquien von Heiligen entworfen. Der Altar wurde 1739 eingebaut und ist typisch für das späte Barock. Die gesamten Gebeine des heiligen Clemens, ein Geschenk von Fra Vincenzo Rospigliosi im Jahre 1669, sind im Altartisch verbaut. Auf dem Altar steht außerdem ein vergoldetes Bronzekreuz aus der Werkstatt von Alessandro Algardi, einem berühmten römischen Bildhauer.

In der Kapelle befindet sich nur ein Grabstein, der des Fra Francois Collongue de Foresta, der 1687 starb.

3. Die Kapelle der Zunge der Provence

Die Kapelle der Zunge der Provence ist dem Erzengel Michael geweiht. Der steinerne Altaraufbau ist aus den 1640er Jahren und ist einer der ersten Altare, der in diese Kirche eingebaut wurde. Er ist typisch für das Barock des frühen 17. Jahrhunderts. Der vergoldete Altaraufbau besteht aus zwei gedrehten Säulen an den Seiten des Altars, ähnlich wie die salomonischen Säulen von Bernini für den Bronzebaldachin des Petersdoms aus den 1630er Jahren. Das Altarbild, das den Erzengel Michael darstellt, zeugt von der neuen Bedeutung des Heiligen nach der katholischen Reformation. Das Gemälde in der Lünette zeigt die Erscheinung des Erzengels Michael auf dem Monte Gargano.

Die Grabdenkmäler in dieser Kapelle gehören Großmeister Antoine de Paule, der von 1623 bis 1636 regierte, und seinem Nachfolger Großmeister Jean Lascaris Castellar, regierend von 1636 bis 1657. Das Wappen von Großmeister La Cassiere prangt in der Mitte der Kuppel und als Symbol der französischen Ritter aus der Zunge der Provence dient eine kaiserliche Krone mit heraldischen Lilien.

4. Die Kapelle der französischen Zunge

Die Kapelle ist dem Apostel Paulus geweiht. Auf dem Fries unter dem Gesims ist zu lesen, dass diese Kapelle zum ersten Mal während der Herrschaft des französischen Großmeisters Alof de Wignacourt 1614 verschönert wurde. Zwischen 1663 und 1668 wurden die Wandreliefs geschaffen und der neue Altar eingebaut. Das 1668 in Auftrag gegebene Altarbild stammt von Mattia Preti und stellt Die Bekehrung des heiligen Paulus dar. Die Lünettengemälde zeigen den Schiffbruch des heiligen Paulus auf Malta und die Enthauptung des heiligen Paulus in Rom von einem anonymen Künstler. Die Kapelle hat großflächige, vergoldete Wandreliefs verziert mit heraldischen Lilien, dem Symbol der französischen Krone.

Im Jahre 1838 wurde die Kapelle während einer Bewegung, die nach einer Reform in der christlichen Kunst strebte, umgestaltet. Die Reliefs wurden vereinfacht und enthielten, neben den heraldischen Lilien, eine schlichte Krone und das achtspitzige Kreuz. Der Altar wurde durch eine schlichte, elegante Version aus weißem Marmor ersetzt. In der Kapelle befinden sich vier Grabdenkmäler mit den Gebeinen des Viscount von Beaujolais, Bruder von König Louis Philippe von Frankreich, Großmeister Adrien de Wignacourt, Großmeister Fra Emmanuel de Rohan und die des Marquis de Wignacourt.

5. Die Kapelle der italienischen Zunge

Die Kapelle der italienischen Zunge ist der heiligen Katharina von Alexandria geweiht, der Schutzpatronin der italienischen Ritter. Die Verzierung der Kapelle wurde von Fra Francesco Sylos finanziert, dem Botschafter des Viceroy von Sizilien und Komtur von Palermo und Agrigento. Die Wände sind abwechselnd mit Amtskronen und Kaiserkronen dekoriert, außerdem mit dem achtspitzigen Kreuz des Ordens, dem zweiköpfigen Adler des Heiligen Römischen Reiches und dem Monogramm RC als Symbol der Generosität der Herrschaft des Großmeisters Raphael Cotoner. Der Altar und Altaraufbau wurden von Romano Carapecchia (1666-1738) entworfen und 1733 erbaut. Die Gebeine der heiligen Euphemia von Chalkedon werden in diesem Altar aufbewahrt. Die Statuen der heiligen Katharina und der Heiligen Alexandria stehen auf hohen, gerollten Konsolen zu beiden Seiten des Altars.

Das Altarbild zeigt die Hochzeit der heiligen Katharina und ist ein Werk von Mattia Preti von etwa 1670. Die Lünettengemälde, von einem anonymen Künstler, sind aus der Mitte des 17. Jahrhunderts und bilden die Heilige Katharina im Gespräch mit den Philosophen und das Martyrium der heiligen Katharina ab. Die seitlichen Gemälde unter den Lünetten stellen die Büßerin Magdalena von einem anonymen Künstler dar; das Gemälde Der Heilige Hieronymus von Michelangelo Merisi da Caravaggio hing ursprünglich gegenüber. Beide Gemälde gehörten zur Sammlung von Fra Ippolito Malaspina, einem bedeutenden Ordensmitglied. Diese vermachte er nach seinem Tod im Jahre 1624 der St. John‘s Kirche. Das Original des Gemäldes des heiligen Hieronymus wird im Oratorium aufbewahrt.

6. Übergang

Der Übergang führt die Besucher vom Eingang an der Republic Street zum Hauptschiff.

7. Die Kapelle der deutschen Zunge

Die deutsche Zunge umfasste die Priorate Österreich, Norwegen, Schweden, Dänemark, Schweiz, Polen, Ungarn, Elsass und Niederlande. Die Ausschmückung dieser Kapelle begann 1664 mit den Wandreliefs des zweiköpfigen Adlers, und wurde von der deutschen Zunge übernommen.

Zu den Wohltätern dieser Kapelle gehörten Fra Christian von Osterhausen, der die Dekoration der Kapelle initiierte, Fra Wolfgang Philipp Freiherr von und zu Guttenberg und Fra Francis de Sonnemberg, Prior von Ungarn. Auch Reliefs der Wappen von Großmeister Ramon Perellos y Roccaful und Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein, Erzbischof von Salzburg, finden sich an den Wänden.

8. Übergang zur Sakristei

Dieser Übergang führt vom Hauptschiff in die Sakristei.

9. Die Sakristei

Die Hauptsakristei von St. John‘s wurde 1598 gebaut, der Innenbereich wurde 1758 als Geschenk des Großmeisters Pinto (1741-1773) renoviert.

10. Hauptschiff

Das sehr große rechtwinklige Hauptschiff wird von einem beeindruckenden Tonnengewölbe überdacht, das von den Seitenkapellen gestützt wird. Viele Jahre lang war es ganz schlicht ausgestattet, passend zur Fassade, wie sie noch heute zu sehen ist. Doch im Zuge der Gegenreformation wurde das Innere mit dem im 17. Jahrhundert vorherrschenden Barockstil verschönert. Sein extravaganter und demonstrativer Charakter bot reichlich Material. Bedeutende Verschönerungsprojekte wurden in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts, während der Regierungszeit von Großmeister Nicolas Cotoner dem Förderer der Kirche, durchgeführt. Die Kapellen wurden den verschiedenen Zungen je nach Seniorität zugeordnet. Der Enthusiasmus der Ritter, ihre jeweilige Kapelle zu verschönern, führte zur Umgestaltung des Interieurs in ein einzigartiges Beispiel barocker Kunst.

Mit den verschiedenen Verschönerungsmaßnahmen gelangten zahlreiche Kunstwerke in die Kirche. Die Großmeister waren sehr stolz auf ihre Stiftskirche und machten ihr wertvolle Geschenke. Auf vielen der Schenkungen prangen die Wappen der adeligen Mitglieder des Johanniterordens und zeigen so, wer der Kirche was geschenkt hat.

Nach der Verzierung des Gewölbes waren die Wandreliefs die bedeutendste Veränderung, die der Kirche ihren barocken Glanz verlieh. Die vormals schlichten Wände des Hauptschiffs und der Kapellen wurden mit aufwendigen Motiven verziert, die charakteristisch für das Barock sind, und verwandelten die Wände in ein Feuerwerk aus vergoldetem Laub, Blumen, Engeln und allerlei Triumphsymbolen. Die Pilaster des Hauptschiffes wurden mit feinstem grünem Marmor verkleidet, und an ihrer Oberseite prangte das Wappen des Großmeisters Nicolas Cotoner.

11. Der Altarraum und der Hochaltar

Im Mittelpunkt der Kirche steht der Hochaltar. Er wurde mit vielen Geschenken von Großmeistern und Rittern geschmückt. Der Altarraum veränderte sich entsprechend den tridentinischen liturgischen Reformen, wie beispielsweise durch die Erhöhung des Hochaltars, um für die gesamte Gemeinde sichtbar zu sein. 1703 wurde die Apsis mit großen Marmorfiguren ausgestattet, die die Taufe Christi durch Johannes den Täufer darstellen, ein Werk des italienischen Bildhauers Giuseppe Mazzuoli. Der Hochaltar in der Mitte des Altarraums ist ein Meisterwerk aus seltenem Marmor und war ein Geschenk des Großmeisters Carafa im Jahre 1685. Der über den Altar laufende Fries besteht aus den Symbolen der vier Evangelien und Schlüsseln als Symbol für Petrus, den Codex und das Schwert als Attribute für Paulus. Das zentrale Motiv ist das Letzte Abendmahl komplett aus vergoldeter Bronze, hinterlegt mit Lapis Lazuli.

Der silberne Leuchter im Altarraum, ein Geschenk von Fra Vincenzo Rospigliosi aus dem Jahr 1669 ist ein seltenes Stück. Die extravagante Gestaltung ist ein hervorragendes Beispiel für den Barock und den Reichtum der Ritter im 17. Jahrhundert.

12. Die Kapelle der Muttergottes vom Berg Philermos

Die erste Kapelle auf der Südseite der Kirche wurde der Jungfrau Maria geweiht und war die erste Kapelle mit einer spezifischen Widmung. Die Kapelle beherbergte die Ikone der Jungfrau von Philermos, die die Ritter aus Rhodos mitgebracht hatten. Die Ikone galt als Wunder und wurde besonders vor Schlachten, wenn die Ritter sich versammelten und um die Fürsprache der Jungfrau Maria baten, angebetet. Nach der siegreichen Rückkehr kamen die Ritter wieder in der Kapelle zusammen und dankten der Jungfrau, indem sie ihr die Schlüssel der eroberten Festungen darbrachten. Die Schlüssel der Festungen von Lepanto, Passava, Hammet und Patras befinden sich noch heute in der Kapelle. Als Napoleons Truppen Malta 1798 besetzen, verließ Großmeister Ferdinand von Hompesch die Insel und nahm die Ikone mit. Sie wurde nach Sankt Petersburg gebracht und dann verlor sich ihre Spur einige Jahrzehnte lang, bis sie in Montenegro wiedergefunden wurde. Heute wird sie im dortigen Kunstmuseum ausgestellt.

Die Ikone, die sich zur Zeit in der Kapelle befindet, stellt die Jungfrau von Lanciano dar, auch bekannt als die Jungfrau von Carafa. Die Ikone ist in einem Altaraufbau aus kostbarem Marmor aus der Zeit des Großmeisters Jean Paul Lascaris Castellar untergebracht, dessen Wappen über dem Altar prangt. Der innere Altarraum ist mit einem silbernen Portal aus dem Jahre 1752 verschlossen. Die Wandreliefs entstanden in mehreren Abschnitten zwischen den Jahren 1645 und 1660 mit stark symbolischen Motiven. Viele von ihnen befassen sich mit der unbefleckten Empfängnis und anderen Episoden aus dem Leben der Jungfrau Maria. Unter den Spendern befinden sich prominente Ritter wie Fra Tommaso Hozzes und Fra Flaminio Balbiano.

13. Die Kapelle der Zunge der Auvergne

Die Kapelle der Zunge der Auvergne wurde dem heiligen Sebastian geweiht, diese Widmung findet sich im Altarbild wieder. Das Gemälde zeigt das Interesse des unbekannten Künstlers an einer Mischung aus manieristischer Tradition und Caravaggios Verwendung von hell und dunkel. Die Lünettengemälde zeigen Szenen aus dem Leben des heiligen Sebastian. Der Altaraufbau mit seinen gedrehten Säulen ist Teil der frühen Einbauten der Kirche aus den ersten Jahrzehnten des 17. Jahrhunderts.

Die Wände der Kapelle sind mit Reliefs aus Blumengirlanden verziert, die den Reichtum des Ordens symbolisieren. Der gekrönte Delfin ist das Symbol der Zunge der Auvergne. Die Verzierung der Kapelle wurde durch eine Spende von Großmeister Fra Jean de la Baume de Foursat finanziert. Die Inschrift auf dem Fries von 1667 erzählt von seinem Einsatz für die Kapelle

Der einzige in dieser Kapelle begrabene Großmeister ist Fra Annet de Clermont de Chattes Gessan, der für seine militärischen Tugenden bei verschiedenen Begegnungen mit den Türken geehrt wird.

14. Die Kapelle der Zunge von Aragonien

Die Zunge von Aragonien enthielt die Priorate von Katalonien und Navarra und war dem heiligen Georg gewidmet. Sie ist eine der am reichsten verzierten Kapellen der Kirche. Das Altargemälde von Mattia Preti stellt den heiligen Georg auf einem Pferd dar. Auch die seitlichen Gemälde des heiligen Franziskus Xavier und des heiligen Firmin sowie die Gemälde innerhalb der Lünetten, die das Treffen des heiligen Laurentius mit Papst Sixtus II. auf seinem Weg zum Martyrium beschreiben und das Martyrium des heiligen Laurentius, sind Werke von Mattia Preti. Der Marmoraltar und sein Umfeld wurden im 18. Jahrhundert während der Herrschaft von Großmeister Ramon Despuig neu gestaltet. Sein Konterfei befindet sich am Fuße der Marmorsäulen.

Vier Großmeister sind in dieser Kapelle begraben. Die Grabdenkmäler nahe dem Altar gehören Großmeister Martin de Redin, der von 1657 bis 1660 regierte, und seinem Nachfolger Großmeister Raphael Cotoner, an der Regierung von 1660 bis 1663. Großmeister Raphael Cotoner folgte sein Bruder Nicolas, dessen Grabmal sich ebenfalls in dieser Kapelle befindet. Das vierte Grabdenkmal ist das von Großmeister Perellos y Roccaful, der von 1697 bis 1720 regierte.

In der Kapelle befinden sich wichtige Reliquien, die von den Rittern nach Malta gebracht wurden. Unter ihnen ist der Arm des heiligen Georg, der Arm des heiligen Vinzenz Ferrer, einem Teil des Kreuzes von Jesus und der gesamte Körper des heiligen Fidelis, einem Märtyrer, der im Altar der Kapelle aufbewahrt wird.

15. Übergang zur Buchhandlung

Weitere Marmorgrabplatten befinden sich im Übergang zur Buchhandlung. Unter den zahlreichen Persönlichkeiten, die in diesem Bereich geehrt werden, finden Sie den ältesten Grabstein der ganzen Kirche, den von Fra Jacques de Virieu Pupetières, der 1608 verstarb.

16. Die Kapelle der Zungen von Kastilien, Leon und Portugal

Die Kapelle der Zungen von Kastilien, Leon und Portugal ist dem Schutzpatron Spaniens, dem heiligen Jakobus, geweiht. Die Wandreliefs und Vergoldungen wurden 1661 in Auftrag gegeben. Das Altargemälde ist ein Werk von Mattia Preti und stellt den heiligen Jakobus den Älteren dar. Die eingeschränkte Farbpalette, die hauptsächlich aus Erdtönen besteht, und die exquisite Ausführung machen es zu einem Meisterwerk der Barockkunst. Die Lünettengemälde sind Der Heilige Jakobus besiegt die Mauren und Der Heilige Jakobus und die Jungfrau auf der Säule, sowie Der Heilige Jakobus der Ältere. Alle wurden von Mattia Preti gemalt.

In dieser Kapelle sind zwei Großmeister begraben. Gleich beim Altar befindet sich das Grabdenkmal des portugiesischen Großmeisters Antonio Manoel de Vilhena, der von 1722 bis 1736 regierte. Es wurde vom florentinischen Bildhauer Massimiliano Soldani Benzi geschaffen. Das weitere Grabdenkmal erinnert an Großmeister Pinto de Fonseca, der von 1742 bis 1773 regierte.

17. Übergang zum Oratorium

Dieser Übergang führt vom Hauptschiff zum Oratorium.

18. Oratorium

Das Oratorium ist ein großes rechteckiges Bauwerk und wurde zwischen 1602 und 1605 während der Regierungszeit des Großmeisters Alof de Wignacourt errichtet. Der Saal war dem Martyrium des heiligen Johannes des Täufers geweiht und diente den Novizen als Andachtsstätte. Das Oratorium wurde auch vom Orden der Barmherzigen Brüder genutzt. Im Jahre 1607 wurde Michelangelo Merisi da Caravaggio beauftragt, das Altargemälde mit der Enthauptung Johannes des Täufers zu malen. Ein weiteres Meisterwerk Caravaggios, der heilige Hieronymus beim Schreiben, befindet sich ebenfalls im Oratorium. Viele Jahre blieb der Aufbau des Oratoriums abgesehen von Caravaggios Gemälde unverändert schlicht und unverziert. Die heutige Verzierung stammt aus den Jahren 1679 bis 1690 und bestand aus vergoldeten Reliefs des Gewölbes und des Bogens in der Apsis sowie den vergoldeten Deckenunterseiten im venezianischen Stil mit drei Szenen aus der Passion Christi. Die unteren Paneele des Gewölbes zeigen zwei der Gründer des Ordens, die Seitenwände sind mit Gemälden von acht weiteren Heiligen geschmückt; allesamt Werke von Mattia Preti. In dieser Zeit wurde auch der von Großmeister Carafa gespendete Altar mit einem vergoldeten Bronze-Tondo von Ciro Ferri eingebaut, das die Enthauptung des heiligen Johannes darstellt. Weitere bemerkenswerte Kunstwerke im Oratorium sind der gemeißelte Marmorkopf von Johannes dem Täufer, der dem französischen Bildhauer Pierre Puget zugeschrieben wird, und eine seltene Orgel aus dem 16. Jahrhundert auf der Empore. Die aufwendig intarsierten Balustraden und Vertäfelungen aus Marmor im Innenraum entstanden in den 1740er Jahren.